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02.01.2009, 06:00 Uhr | Volksstimme Osterburg / Nico Maß
Raden bestätigt Kandidatur für das Bürgermeisteramt
Interview mit dem Osterburger Stadtoberhaupt
Osterburg. Was viele Einwohner erwarteten, hat Osterburgs Bürgermeister jetzt offiziell bestätigt. Hartmuth Raden kandidiert in diesem Jahr erneut für das Amt des Stadtoberhaupts. Im Gespräch mit der Volksstimme schaute Raden zudem auf 2008 zurück und ging auf wichtige Aufgaben ein, die in diesem Jahr auf die Stadt warten. Mit Hartmuth Raden sprach Nico Maß.
Osterburg - Volksstimme: Herr Raden, was waren für Sie die erfreulichsten Ereignisse des Jahres 2008?
Hartmuth Raden: Als sehr positiv habe ich empfunden, wie wir die Gebietsreform auf den Weg gebracht haben. Trotz der ernsten Zweifel, ob durch die Bildung der Einheitsgemeinde wirklich Einsparungen erzielt werden können, haben sämtliche beteiligten Gemeinden und die Stadt sehr konstruktiv an der Gebietsänderungsvereinbarung gearbeitet.
Hartmuth Raden: Als sehr positiv habe ich empfunden, wie wir die Gebietsreform auf den Weg gebracht haben. Trotz der ernsten Zweifel, ob durch die Bildung der Einheitsgemeinde wirklich Einsparungen erzielt werden können, haben sämtliche beteiligten Gemeinden und die Stadt sehr konstruktiv an der Gebietsänderungsvereinbarung gearbeitet.
Mit Blick auf Osterburg freue ich mich schließlich sehr darüber, dass wir seit Mitte des Jahres den Namen "Hansestadt Osterburg" tragen. Wir konnten den "Verkehrsschilderwald" in der Biesestadt etwas lichten. Und auch baulich sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen. Ballerstedter Straße und Jüdenstraße wurden erneuert, der Ausbau der Poststraße liegt in den letzten Zügen. Und nicht zuletzt sind auch die Arbeiten an der Fahrzeughalle des Gerätehauses fast abgeschlossen.
Volksstimme: Welche negativen Erlebnisse verknüpfen Sie mit 2008?
Hartmuth Raden: Aus persönlicher Sicht war es für mich sehr enttäuschend, erleben zu müssen, dass im Sommer an meinem Pkw die Reifen zerstochen wurden, während ich nachts im Verwaltungsgebäude gearbeitet habe.
Hartmuth Raden: Aus persönlicher Sicht war es für mich sehr enttäuschend, erleben zu müssen, dass im Sommer an meinem Pkw die Reifen zerstochen wurden, während ich nachts im Verwaltungsgebäude gearbeitet habe.
Unerfreulich für die Stadt Osterburg ist das Aus für das Amtsgericht. Trotz aller Bemühungen und eines großen Engagements vieler Bürger ist es uns nicht gelungen, diese Einrichtung in unserer Stadt zu halten. Dabei bin ich nach wie vor der Meinung, dass das Amtsgericht zu Osterburg gehört. Leider zeigt sich aber auch an anderen Beispielen, die nicht unbedingt unsere Stadt betreffen, dass die Landesregierung sehr stark zu Zentralisierungen neigt. Diese Entwicklung halte ich nicht für klug.
Volksstimme: Als negativ werden viele Einwohner in diesem Jahr auch die Sperrung der beiden Fußgängerbrücken über die Biese empfunden haben. Hätte die Stadt das Problem mit den baufälligen Brücken nicht anders und vor allem schon früher in Angriff nehmen können?
Volksstimme: Als negativ werden viele Einwohner in diesem Jahr auch die Sperrung der beiden Fußgängerbrücken über die Biese empfunden haben. Hätte die Stadt das Problem mit den baufälligen Brücken nicht anders und vor allem schon früher in Angriff nehmen können?
Hartmuth Raden: Nein. Diese Holzbrücken haben nur eine bestimmte Lebensdauer. In Reparaturarbeiten zu investieren, war daher nicht sinnvoll. Und hätten wir entsprechende Mittel für die Brücken schon früher in einen Haushalt eingeplant, wäre die Konsequenz gewesen, einen Gutachter mit einer Überprüfung der Flussüberführungen zu beauftragen. Das Ergebnis wäre dann ebenso wie jetzt die Sperrung der Brücken gewesen.
Volksstimme: Wann können die Osterburger die neuen Brücken nutzen?
Volksstimme: Wann können die Osterburger die neuen Brücken nutzen?
Hartmuth Raden: Für die Schwiegermutterbrücke laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ich gehe davon aus, dass der Neubau im ersten Halbjahr verwirklicht wird. Dabei hoffe ich, dass dies nicht erst an den letzten Tagen des ersten Halbjahres der Fall sein wird. Der Ersatzbau für die Schwiegervaterbrücke wird dagegen sicher noch etwas länger auf sich warten lassen.
Volksstimme: Nicht erst seit 2008 gibt es in Osterburg auch Probleme mit einer dritten Brücke. Die Fußgängerüberführung am Bahnhof ist nach wie vor nicht mit Aufzügen ausgerüstet.
Volksstimme: Nicht erst seit 2008 gibt es in Osterburg auch Probleme mit einer dritten Brücke. Die Fußgängerüberführung am Bahnhof ist nach wie vor nicht mit Aufzügen ausgerüstet.
Hartmuth Raden: Aber auch in diesem Fall bahnt sich endlich eine Lösung an. Dank der Unterstützung durch das Verkehrsministerium haben wir von der Deutschen Bahn die Zusicherung erhalten, dass die Aufzüge Anfang dieses Jahres installiert werden.
Volksstimme: Wenn Sie einen Blick auf das Jahr 2009 werfen, welche Aufgaben sehen Sie als vordringlich an?
Volksstimme: Wenn Sie einen Blick auf das Jahr 2009 werfen, welche Aufgaben sehen Sie als vordringlich an?
Hartmuth Raden: Sicher die Fortsetzung der Arbeiten an der Verbesserung der Osterburger Infrastruktur. Ganz besonders blicke ich dabei auf die Neugestaltung des nördlichen Abschnittes der Breiten Straße. Eine weitere wichtige Aufgabe wird die Vollendung der Gebietsreform sein, die für uns Mitte des Jahres in die Bildung der Einheitsgemeinde Osterburg münden soll. Sehr spannend dürfte in diesem Zusammenhang werden, wie sich der dann neu gewählte Osterburger Stadtrat oder wie sich die neuen Ortschaftsräte zusammenfinden werden.
Volksstimme: Die Einwohner der zukünftigen Einheitsgemeinde Osterburg wählen neben dem Stadtrat auch einen neuen Bürgermeister. Treten Sie zur Wahl an?
Hartmuth Raden: Ja.Volksstimme: Die Einwohner der zukünftigen Einheitsgemeinde Osterburg wählen neben dem Stadtrat auch einen neuen Bürgermeister. Treten Sie zur Wahl an?
aktualisiert von Oliver Krüger, 27.09.2010, 15:30 Uhr
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